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„Jesus lässt dich nie im Stich“ Kickbock-Weltmeister Edik Mahmudyan predigte an Himmelfahrt in Eiserfeld

Ob er seinen Mundschutz auch beim Himmelfahrtsgottesdienst in der Eiserfelder Trinitatiskirche in der Tasche hatte, ließ Edik Mahmudyan offen. Allerdings war er von der örtlichen Ev. Allianz und der kooperierenden Emmaus-Kirchengemeinde Siegen auch nicht zum Kämpfen, sondern zum Predigen eingeladen worden. In jedem Fall steckt er bei Fahrten zu „Fights“ den Mundschutz immer ein. „Man weiß ja nie“, sagte der Kickbox-Weltmeister von 2013 und 2015. Er wolle vorbereitet sein: „Wenn jemand ausfällt, springe ich ein.“

Eigentlich hätte der 29-Jährige seine Geschichte unter freiem Himmel erzählen sollen. Doch das nasskalte Wetter machte den Ortswechsel vom Luftsportgelände auf der Eisernhardt in die ev.-ref. Kirche nötig. Und so konzentrierte sich alles rund um das Gotteshaus an der Freiengründer Straße: der Gottesdienst mit Musik von Emmaus Brass (Leitung: Jörg Heinbach) und dem Duo Laura Stein und Julian Hoffnung ebenso wie das gesellige Miteinander bei Würstchen und Falafel vom Grill, Kaltgetränken, Kaffee und Kuchen vom Büfett sowie alkoholfreien Cocktails und selbstgemachter Limonade am Stand des Blauen Kreuzes. „And the winner is …“ lautete das Motto am Himmelfahrtstag in Eiserfeld. Gewonnen hatten am Ende alle.

Edik Mahmudyan berichtete zunächst im Gespräch mit Karolin Wiegel und Pastor Jonas Grabett, die den Gottesdienst moderierten, davon, wie er seine Leidenschaft für das Kick- und das Thaiboxen heute verbindet mit seiner Liebe zu Jesus Christus. Bei der Calvary Chapel Siegen leitet der gelernte Zerspanungsmechaniker die sportliche Abteilung „Crowns of Glory“. Es gehe dort um körperliche Fitness, aber– als freiwilliges Angebot – auch um die Einladung zu einem Leben mit dem Gott der Bibel.

Es habe eine gute Weile gebraucht, bis er auf seiner Suche nach Sinn auf Jesus gestoßen sei, erzählte Edik in seiner Predigt. Er war fünf, als seine Familie von Armenien nach Deutschland floh. Ihre Hoffnung auf ein neues Leben und auf Hilfe für den schwer erkrankten Vater erfüllte sich. Allerdings verließ der Sohn die Familie, er wollte sich lösen von den für ihn zu engen jesidischen Traditionen, brauchte Freiheit für sich – und fand zum christlichen Glauben.

„Jesus hat immer schon an meinem Herzen gearbeitet“, sagt Edik heute und staunt immer noch darüber, dass er all die Jahre bei seinen Kämpfen zu einem Skillet-Song eingelaufen ist, der von einem Helden erzählt, der retten kann, kurz: vom „Hero“ Jesus. Was er erfahren habe, gelte jedem und jeder: „Jesus ist da, auch wenn du ihn nicht spürst. Er lässt dich nie im Stich.“

Kennenlernrunde: Pfarrer Jonas Grabbet (l.), Edik Mahmudyanund Karolin Wiegel. 

Foto: Claudia Irle-Utsch 

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